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Ein munteres Häuflein von Helfern und Aufsichten des Heimatvereins Marktoberdorf sattelte an einem schönen Spätsommertag 2021 die Fahrräder. Der erste Besuch galt der inzwischen 50 Jahre alt gewordenen Kindle Kapelle im Ettwieser Wald. Sie wurde 1970 vom Oberdorfer Heimatverein erstellt. Erste Votivtafeln stammen aus dem Jahr 1696. Unter einer mächtigen Fichte, Landrichter Ludwig Wilhelm Fischer beschreibt sie 1855 als „die Schönste, die Mächtigste und Ehrwürdigste unter ihren Schwestern“ geschahen Wunder und Heilungen insbesondere bei Kindern. Auch heute ist das Kindle ein beliebter Ort der Stille, Ruhe und Besinnung. Davon zeugen viele Opferlichtlein und Kindersachen am Baumstamm.

Ein schattiger Waldweg führte nach Kohlhunden zur 1701 erbauten Marienkapelle die sich im besten Bauzustand befindet. Das Deckenfresko (Mariens Himmelfahrt) und das Altarbild (Heimsuchung Mariens) aus dem 18. Jahrhundert, sowie ein Kreuzweg gelten als besonders sehenswert. Der ehemalige Stiftungsbesitz wurde mit Einführung des Grundbuches in Gemeindebesitz überführt.

Nach kurzer Wegstrecke trafen sich die Radler in Kühmoos. Dort steht seit 1858 unauffällig eine kleine Kapelle am Wegrand. Betreut wird sie von der Familie Settele. Aus Dankbarkeit über einen glücklich überstandenen Unfall beim Ausheben einer Baugrube baute Xaver Schmid, Gründer der Marktoberdorfer Baufirma Xaver Schmid, diese Kapelle. Die Heilige Familie mit Josef dem Zimmermann, Maria und dem Jesuskind schmücken das Innere. Kühmoos erlangte im 19. Jahrhundert mit Eröffnung der Bahnlinien Füssen und Lechbruck große Bedeutung. Die Nutzung des naheliegenden Wasenmooses zur Heizmaterialversorgung der Lokomotiven war sehr wirtschaftlich.

Über Stock und Stein führte die nächste Strecke vorbei am neu renovierten Damm des Baldaufweihers. Schmid‘s Wies, früher einmal Settele genannt, war der nächste Halt. Die kleine Kapelle wird beschrieben als schönstes Kirchlein im Liliputstil. 1926 erbaute es der Obsthändler Martin Alt aus Ulm. Er machte sein Gelübde wahr, da er die fürchterlichen Bombenangriffe und den Totalschaden seines Hauses lebend überstand.

Die älteste Kapelle der Tour, 1671 kurz nach dem 30-jährigen Krieg von Bauern erstellt, steht in Balteratsried. Sie ist dem Heiligen Dominikus und der Heiligen Katharina geweiht. Sie sind im Altarbild und dem Deckenbild abgebildet. Die Gemälde stammen ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert. Kirchenpfleger Winfried Fichtl erzählte, dass die letzte Renovierung im Jahr 1986 in Selbsthilfe der Balteratsrieder Bauern stattfand. Dabei war eine Verlegung wegen der naheliegenden Kreisstraße im Gespräch.

Einen würdigen Abschluss fand die Fahrt in der von der Stadt Marktoberdorf neu renovierten St. Magnuskapelle in Hummeratsried. Richard Maul erzählte kurzweilig die Vergangenheit ihrer Geschichte .Demnach soll der Heilige Magnus öfters auf einer Bank, wo heute die Kapelle steht, auf seinem Weg von Füssen nach Leuterschach und  Kempten ausgeruht haben. Das kleine Gotteshaus wurde 1848 von damals 3 Bauern als Ziegelbau errichtet. Eine Gedenktafel erinnert an die sinnlosen Kriegstoten beider Weltkriege des kleinen Ortes.

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