Boschenbinden mit dem Heimatverein Marktoberdorf

 

14. August 2026, 14:00 Uhr, Hartmannhaus, Meichelbeckstraße 16, Marktoberdorf  

Für Mittwoch, den 14. August, ab 14.00 Uhr lädt der Heimatverein gemeinsam mit dem Gartenbauverein zum Kräuterboschenbinden am Hartmannhaus ein. Jede und jeder darf mitmachen, eigene Kräuter können gerne mitgebracht werden. Kräuter können aber auch ab 13.00 Uhr abgegeben oder vormittags im Garten des Hartmannhauses abgelegt werden, falls jemand Kräuter spenden möchte (Johanniskraut, Schafgarbe, Königskerze, Rainfarn, Majoran, Frauenmantel etc.). Für alle "Boschenbinderinnen" und "Boschenbinder" spendiert der Heimatverein eine Brotzeit. Die Kräuterboschen werden am Feiertag im Gottesdienst geweiht und überzählige Exemplare danach verkauft.  

Der Erlös kommt dem gemeinnützigen Verein inifo e.V. in Marktoberdorf zugute. Inifo unterstützt Geflüchtete in Marktoberdorf und im Ostallgäu durch Sprachprogramme, psychosoziale Angebote, berufliche Bildung und mit einem Café als Treffpunkt und ermöglicht so  den Geflüchteten ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland aufzubauen.

  

Heilkräuter wurden schon in vorchristlicher Zeit den Göttern geopfert, als Dank für deren Schutz und für die Heilkraft. Als die christlichen Missionare begannen die Menschen zu bekehren, wurde die Kräuterweihe vorerst verboten, sie galt als Hexenwerk. Das Volk jedoch missachtete weitgehend dieses Verbot. Die Kirche fand daraufhin einen schlauen Kompromiss: Der 15. August wurde Maria geweiht und ihrer Aufnahme in den Himmel. So erzählt man sich heute auch folgende Legende: Als die Gottesmutter gestorben war, kamen die Apostel an ihr Grab, doch es war leer. Maria war mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Doch aus dem Grab strömten die Düfte von Rosen und Lilien, vermischt mit dem Duft von Heilkräutern. Heute ist Mariä Himmelfahrt eines der bedeutendsten Marienfeste der katholischen Kirche. 

 

Kontakt: Heimatverein Marktoberdorf e.V. / Ulrich Wegenast 

Mobil: 0171-1984 250 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

www.heimatverein-marktoberdorf.de 

Heimatverein Marktoberdorf e.V., Kemptener Str. 4. 87616 Marktoberdorf 

 

Fotocredits: Konny Hieber

Text: Ulrich Wegenast / Andrea Busch-Kienle

 

 

Nachbericht zum Udo-Vortrag beim Heimatverein 

Auf eine Zeitreise nahm Dr. Klaus Schamel vom Förderverein UDO - Danuvius guggenmosi e.V. seine Zuhörer mit. Sie führte in eine Lehmgrube in der Hammerschmiede Pforzen, wo seit den 1970er Jahren Ton abgebaut wird und wo seit einigen Jahren die Reste eines längst vergangenen Lebensraumes von Frau Professor Dr. Madelaine Böhme und ihrem Paläontologenteam von der Uni Tübingen ausgegraben werden: Vor 11,6 Millionen Jahren gab es dort eine reiche Flora und Fauna. Schamel erklärte, wie sich die Fundstätte im Molassebecken des Alpenvorlandes als Folge der Alpenfaltung gebildet hatte und dass sich die Hauptfundorte in zwei ehemaligen Wasserläufen befinden.

Dr. Klaus Schamel während seines Vortrags und auf der Leinwand das Rotationssieb Rosie, mit dem die Paläontologen Kleinfunde aussieben

Er stellte die Forschungsergebnisse von Frau Professor Böhme vor: So wurden bisher mehr als 40.000 Fossilien von 176 Arten geborgen. Längst ausgestorbene wie etwa Hirschferkel und Hundebär sowie riesige Zitzenzahn- und Hauerelefanten sind darunter. Andere Tierarten haben sich verändert oder kommen in unseren Breiten nicht mehr vor, wie der Pandabär und das Nashorn. Einige Arten haben die lange Zeitspanne fast unverändert überstanden, wie die Schnappschildkröte und der Maulwurf. Aus der letzten Grabungssaison stammt ein Baumstamm, welchen die Paläontologen im Ganzen bergen konnten. Bekannt geworden ist die Ausgrabungsstätte aber vor allem durch die Knochenfunde von Hominiden, von denen der bekannteste Udo ist, mit wissenschaftlichem Namen Danuvius guggenmosi. Schamel zeigte auf, dass einige Merkmale seines Skeletts schon auf einen aufrechten Gang hindeuten, weshalb er ein neues Modell des letzten gemeinsamen Vorfahrens von Mensch und Menschenaffe darstellt. Auch wie es weitergeht mit der Ausgrabungsstätte wusste er: Die Paläontologen werden angesichts der reichen Fundlage wohl noch viele Jahre Grabungen durchführen können.

Foto und Text: Kornelia Hieber

 

 

Dann abonnieren Sie unseren Newsletter! Schicken Sie einfach eine kurze E-Mail an:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Sunday the 2nd. - Joomla Templates
Click to listen highlighted text! Powered By GSpeech