Mittwoch, 21. Oktober 2026 von 15 Uhr bis 19 Uhr: Heimatverein on Tour - Zu Gast bei der RÖSLE GROUP
Am 21. Oktober lädt der Heimatverein zu einer ganz besonderen Tour: wir besuchen die moderne GRÖMO-Fabrik und das neue RÖSLE-Logistikzentrum.

Rösle Logistikzenrum (Foto: RÖSLE GROUP)
Am Schluss der Tour gibt es eine kleine Verköstigung in der Kochschule und der Firmeninhaber persönlich, Dr. Hermann Steinhauser, gibt Einblick in die 138-jährige Firmengeschichte, die bis heute eng mit Marktoberdorf und dem Allgäu verbunden ist.
Treffpunkt 15 Uhr: Grömo GmbH & Co. KG, Johann-Georg-Fendt-Straße 38, 87616 Marktoberdorf
Shuttle Bus zu Grömo: 14:45 Uhr vom Richard-Wengenmeier-Platz (Deckelplatz) am Rathaus Marktoberdorf, 19:00 Uhr Rückfahrt von RÖSLE zum Richard-Wengenmeier-Platz
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0171-1984 250 (Anrufbeantworter) bis zum 01.10.26.
Weitere interessante Informationen zur Veranstaltung und einen Download-Link für Fotos finden Sie unter "Weiterlesen" in der ausführlichen Pressemitteilung der RÖSLE GROUP:
Bötinnen-Kapelle
Eine herbstliche Kapellenradtour, das ist eine schöne Tradition für alle Radlfreunde im Heimatverein, die unser Vereinsmitglied Matthias Kelz begründet hat. Über Kohlhunden, Sulzschneid, Weißen und Rieder führte die diesjährige Runde zu gleich vier Kapellen am Wegrand: Den Anfang machte die sogenannte Bötinnen-Kapelle an der Straße nach Sulzschneid. Diese war von Maria Anna Martin (1827-1897), die fast ihr ganzes Leben lang Botengänge für die Sulzschneider und Stöttener Bürger in Marktoberdorf erledigt hatte, gestiftet worden, aus Dankbarkeit, dass ihr auf ihren zahlreichen Fußmärschen nie etwas passiert war.
Josefskapelle in Sulzschneid
Die Sulzschneider Josefskapelle dagegen steht an der Stelle, wo vor Errichtung der Pfarrkirche St. Pankratius die erste Kirche des Dorfes gestanden hatte. Einzigartig ist ihre Lage mit Blick auf die Alpenkette.
Gleich zwei Marienkapellen stellte Matthias noch vor: Die erste in Weißen, 1992 aus Dankbarkeit für eine Heilung nach einem schweren Unfall in der Familie Mayr erbaut und heute gepflegt von der Familie Oppenheimer. Die zweite in Rieder wurde in den 1980er Jahren aus den Spenden für den Kräuterheiler Johann Mayer von seiner Familie errichtet. Bis aus der Schweiz waren hilfesuchende Menschen zu ihm gekommen, um Schmerzen abbeten und Brandwunden „löschen“ zu lassen. In ihrer Kindheit habe man erzählt, er könne in den Himmel hineinschauen und dann Angehörigen berichten, ob ihre Verstorbenen dort schon angekommen seien, erzählte eine Nachbarin.
Marienkapelle in Rieder
Nicht nur zu Kapellen führte Matthias die Radlergruppe. Schon auf dem Weg nach Kohlhunden machte er auf das fast zugewachsene, alte Grabkreuz des ehemaligen Oberdorfer Bürgermeisters Anton Gschwender aufmerksam. Er erklärte, wo der Reichsarbeitsdienst einst den sogenannten Afratsmoosweiher ausgeschaufelt hatte und zeigte Fotos der damaligen Badeanstalt. Selbst zum abgeschiedenen Höllweiher, mitten im Sulzschneider Forst, führte er seine Radler. Eine zünftige Einkehr beendete den herbstschönen Radltag.
Grabkreuz Anton Gschwender
Badeanstalt Afratsmoosweiher
Text und Fotos: Kornelia Hieber
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