WIllkommen auf Heimatverein-Marktoberdorf   Click to listen highlighted text! WIllkommen auf Heimatverein-Marktoberdorf Powered By GSpeech

In einem zu Beginn des Jahres vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat und des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst ausgeschriebenen Wettbewerb wurden die bayerischen nichtstaatlichen Museen aufgerufen, Objekte und deren einzigartige Heimatgeschichten vorzustellen. Unter diesen Einsendungen wurden  „100 Heimatschätze“, regionaltypische Kleinode, die mit besonderen Bezügen zur bayerischen Heimat verbunden sind, auserwählt und am 13. Juli 2018 in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München bekannt gegeben. Einer dieser „Heimatschätze“ befindet sich im Stadtmuseum Marktoberdorf: Die Fasnachtspuppe „Mühleisen Franz“.

Am 11.4.2018 versammelten sich die Mitglieder des Heimatvereins Marktoberdorf e.V. im Café Greinwald zur Jahreshauptversammlung mit anschließender Neuwahl. Dabei wurde über die vergangene und zukünftige Vereinsarbeit unter dem 2015 gewählten Vorstand berichtet.

Am 28.1.2018 konnten interessierte Besucher von Frau Emilie Eigler beim Hoigarte im Heimatmuseum spannendes "rund um den Schlossberg" erfahren. Gemeinsam erinnerte man sich beispielsweise an die ausgeklügelte Sitzordnung in der Kirche - dass Männer und Frauen getrennt saßen, die Plätze auf der vorderen Empore einst vermietet und mit Stöckchen abgesteckt waren und die hohe Beamtenschaft "im Chörchen" beim Altar Platz nehmen durfte. 

„Es ist fast wie damals.“, schmunzeln Diethild Fröschl und Rosemarie Zacherl. Zwischen 1983 und 1986 waren die beiden Mitglieder des Heimatvereins damit beschäftigt, das Heimatmuseum einzuräumen. Nun, über 30 Jahre später,  helfen sie beim Ausräumen mit.   

In den Genuss einer ganz besonderen Führung kam eine Gruppe des Heimatvereins am 31. Januar 2018: Ein P-Seminar des Gymnasiums ist dabei, eine Ausstellung über den ehemaligen Atombunker in der Rathaustiefgarage zu konzipieren. Ihr Lehrer Thorsten Krebs informierte die Gruppe vorab darüber, was da alles geplant ist.

Der Tagesausflug für die ehrenamtlichen Helfer des Heimatvereins Marktoberdorf führte 2017 ins Bauernhofmuseum Illerbeuren. Von einer recht kompetenten Führerin wurden wir durch die einzelnen Bauernhäuser geführt. Dabei erfuhren wir viel über die seinerzeitigen Lebensumstände von Mensch und Tier. Interessant waren auch die Erläuterungen zu einzelnen Redensarten, die auch heute noch gebraucht werden, deren Entstehen aber kaum noch jemandem bewusst ist. Dabei sind sie auf einzelne Sitten und Gewohnheiten unserer Vorfahren zurückzuführen. Anschließend war noch genügend Zeit, das große Außengelände auf eigene Faust zu erkunden, nochmals in der Töpferei vorbeizuschauen oder in Ruhe im angrenzenden Gasthof gemütlich Kaffee zu trinken.

Die Episoden, welche Xaver Huttner im Hoigarte des Heimatvereins aus seiner Kinderzeit berichtete, waren sehr eindrücklich. Sein Vater Georg Huttner, Gendarm in Stötten, stand den Nationalsozialisten kritisch gegenüber und war daher unerwünscht. Eines Nachts wurde er zu einem Brand am Auerberg gerufen. Als er am Brandort ankam, war dort alles ruhig. Dafür wurde vor der Wohnung der Huttners geschossen und die verängstigte Familie fürchtete voll Entsetzen, dass der Vater umgebracht wurde. Oder: Eine Handgranate wurde auf der Türschwelle eines Nazis abgelegt – eingefädelt von Nazis.

Bei Bilderbuchwetter veranstaltete der Heimatverein am dritten Adventssonntag seinen „Advent im Hartmannhaus“. Garten und Haus waren tief verschneit, zahlreiche Kerzen und Feuerschalen beleuchteten das Heimatmuseum stimmungsvoll. In der weihnachtlich geschmückten Stube wurde Weihnachtsschmuck gebastelt, den die Besucher gleich mitnehmen konnten. Museumsleiterin Josephine Berger las aus der Fischeriana über adventliches und weihnachtliches Brauchtum im alten Oberdorf vor.

Bei der Frühsommerexkursion des Heimatverein Marktoberdorf e.V. nach Füssen führte Herbert Wittmann 20 Vereinsmitglieder in die Arbeiten des in Sameister geborenen Füssener Baumeisters Johann Jakob Herkomer ein.

Im September 2016 veranstaltete der Heimatverein erstmals eine kleine Feier zum Weltkindertag, zu dem Kinder und ihre Eltern herzlich eingeladen waren. Es wurde gemeinsam gesungen und gebetet und an die Kinderrechte erinnert. Hannelore und Herbert Leonhart vom Heimatverein und Diakon Elmar Schmid gingen mit den etwa 25 Teilnehmern vom Parkplatz des Waldkindergartens beim Ettwieser Weiher hinauf zur Kindle-Kapelle.

Jahrhundertelang wurde vergeblich versucht, in Bayern Maulbeerbäume heimisch zu machen. Nicht zuletzt um Seidenraupen, die Raupen des Seidenspinner-Schmetterlings, zu züchten. Auch im damaligen Markt Oberdorf wurden Anfang des 19. Jahrhunderts auf Anordnung der Regierung am Schlossberg, entlang des Weges vom Mesnerhaus bis zur Villa Seelos, Maulbeerbäume gepflanzt. Von den sechs Arten die es gibt, wurden hier jedoch der rote und der Moretti-Maulbeerbaum mit süßen Früchten bevorzugt, während sich nur der weiße Maulbeerbaum zur Zucht von Seidenraupen eignet. 

Mit einem großen Fest gedachten Stadt und Heimatverein unter der Mitwirkung von Kolpingfamilie, Stadtkapelle, Kirche und Musikakademie gemeinsam des Clemens Wenzeslaus, Erzbischof und Kurfürst von Trier und Fürstbischof von Augsburg, dessen Todestag sich am 27. Juli 2012 zum 200. Mal jährte.

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